ZUGFeRD ValidatorZUGFeRD-Rechnung prüfen, ohne Upload
- ZUGFeRD 2.x / Factur-X
- PDF oder XML
- KoSIT-Release 31.08.2026
- EN 16931
- Kein Upload: Ihre Datei bleibt auf Ihrem Gerät. Auch die PDF-Datei wird nur in Ihrem Browser geöffnet.
- XML wird automatisch ausgelesen: Sie müssen die Anlage nicht selbst aus der PDF-Datei speichern.
- KoSIT-Regeln: Vollständige Prüfung für die Profile EN 16931 und XRECHNUNG mit dem Release vom 31.08.2026.
So prüfen Sie selbst, dass nichts übertragen wird. Die Ergebnisse gleichen wir mit dem KoSIT-Validator ab (Methodik). Ob eine Rechnung angenommen wird, entscheidet der Rechnungsempfänger. Alle Angaben ohne Gewähr.
So prüfen Sie eine ZUGFeRD-Rechnung
-
PDF-Datei wählen
Ziehen Sie die PDF-Datei in das Feld oben. Eine bereits gespeicherte
factur-x.xmlkönnen Sie ebenso wählen oder als Text einfügen. -
XML wird ausgelesen
Das Werkzeug sucht in der PDF-Datei die eingebettete Rechnungsdatei und nennt im Ergebnis ihren Namen. Weitere Anlagen führt es auf, prüft sie aber nicht.
-
Ergebnis lesen
Oben steht das Ergebnis der KoSIT-Prüfung mit Regel, Schweregrad und Fundstelle jeder Meldung, darunter die Schnellprüfung der Kernregeln mit dem erkannten Profil. Die Schnellprüfung erscheint sofort, die KoSIT-Prüfung, sobald sie fertig ist.
Für wen das Werkzeug passt – und für wen nicht
Passend für
- eine einzelne ZUGFeRD- oder Factur-X-Rechnung als PDF-Datei, ohne die Anlage vorher selbst zu speichern
- die vollständige KoSIT-Prüfung der Profile EN 16931 und XRECHNUNG
- eine erste Prüfung der Kernregeln bei BASIC und EXTENDED
- Rechnungen, bei denen die Datei Ihren Rechner nicht verlassen soll
Nicht passend für
- die Prüfung, ob die PDF-Datei dem Standard PDF/A-3 entspricht
- den Vergleich der sichtbaren PDF-Rechnung mit den XML-Daten
- verschlüsselte PDF-Dateien und viele Rechnungen auf einmal
- Rechts- oder Steuerberatung und eine Garantie, dass der Empfänger die Rechnung annimmt
ZUGFeRD-Profile: Was ist eine E-Rechnung, was wird geprüft?
Als E-Rechnung gelten die Profile BASIC, EN 16931, EXTENDED und XRECHNUNG; vollständig prüft die KoSIT-Konfiguration nur EN 16931 und XRECHNUNG. ZUGFeRD und das französische Factur-X sind technisch identisch (FeRD, Pressemeldung vom 10.06.2026). Welches Profil eine Rechnung hat, steht in der Spezifikationskennung (BT-24), im XML das Element
ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter/ram:ID. Danach richtet sich auch, welches Prüfszenario der KoSIT-Konfiguration greift.
| Profil | Kennung (BT-24) | E-Rechnung nach UStG? | KoSIT-Prüfung |
|---|---|---|---|
| MINIMUM | urn:factur-x.eu:1p0:minimum | Nein | Kein Prüfszenario, nur Schnellprüfung |
| BASIC WL | urn:factur-x.eu:1p0:basicwl | Nein | Kein Prüfszenario, nur Schnellprüfung |
| BASIC | urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:factur-x.eu:1p0:basic | Ja | Kein Prüfszenario, nur Schnellprüfung |
| EN 16931 | urn:cen.eu:en16931:2017 | Ja | Vollständig (Szenario „EN16931 (CII)“) |
| EXTENDED | urn:cen.eu:en16931:2017#conformant#urn:factur-x.eu:1p0:extended | Ja | Kein Prüfszenario, nur Schnellprüfung |
| XRECHNUNG | urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0 | Ja | Vollständig (Szenario „EN16931 XRechnung (CII)“) |
Die Spalte „E-Rechnung nach UStG?“ folgt dem Umsatzsteuer-Anwendungserlass in der Fassung des BMF-Schreibens vom 15.10.2025 (Abschnitt 14.1 Abs. 14):
Das hybride Format ZUGFeRD ab Version 2.0.1 fällt unter die zulässigen E-Rechnungsformate, „ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC-WL“.
Ältere Fassungen wie ZUGFeRD 1.0 (Datei ZUGFeRD-invoice.xml, Wurzelelement CrossIndustryDocument) erkennt das Werkzeug und meldet sie als nicht unterstützt.
Diese Information ersetzt keine Steuerberatung.
Den Prüfumfang je Profil haben wir selbst ermittelt: Wir haben unsere Beispielrechnung mit jeder der sechs Kennungen gegen die Konfiguration (Release v2026-08-31) geprüft. Nur bei EN 16931 und XRECHNUNG ordnet sie die Datei einem Prüfszenario zu. Für die übrigen Profile zeigt das Werkzeug „Kein passendes Prüfszenario“ statt einer Empfehlung.
Beim Profil XRECHNUNG gelten zusätzlich die Regeln der XRechnung. Ändern Sie in der Beispielrechnung nur die Kennung, meldet die Prüfung zwei Fehler, weil Käuferreferenz (BT-10) und Geschäftsprozesstyp (BT-23) fehlen:
[BR-DE-15] Das Element "Buyer reference" (BT-10) muss übermittelt werden.
[PEPPOL-EN16931-R001]-Business process MUST be provided.
Ergänzen Sie dazu die Käuferreferenz (BT-10; bei öffentlichen Auftraggebern die Leitweg-ID) in ram:ApplicableHeaderTradeAgreement und den Geschäftsprozesstyp (BT-23) im Dokumentkontext:
<ram:BusinessProcessSpecifiedDocumentContextParameter>
<ram:ID>urn:fdc:peppol.eu:2017:poacc:billing:01:1.0</ram:ID>
</ram:BusinessProcessSpecifiedDocumentContextParameter>
…
<ram:BuyerReference>991-33333TEST-33</ram:BuyerReference>
Wie die XML-Datei in der PDF-Datei steckt
Die Rechnungsdaten liegen als eingebettete Datei in der PDF-Datei, verknüpft über den Namensbaum /EmbeddedFiles und die Liste der zugeordneten Dateien /AF.
In unserer Beispiel-PDF sieht der Eintrag so aus:
5 0 obj
<< /Type /Filespec /F (factur-x.xml) /UF (factur-x.xml)
/EF << /F 6 0 R /UF 6 0 R >> /AFRelationship /Data >>
endobj
Das Werkzeug sucht nach diesen Dateinamen, ohne auf Groß- und Kleinschreibung zu achten: factur-x.xml, zugferd-invoice.xml (so heißt die Datei bei ZUGFeRD 2.0, bei ZUGFeRD 1.0 ZUGFeRD-invoice.xml) und xrechnung.xml.
Fehlt ein solcher Name, nimmt es die erste eingebettete Datei mit der Endung .xml. Die Kompression der PDF-Datei (FlateDecode), Objekt-Streams und Querverweis-Streams entpackt es selbst, ohne Zusatzprogramm.
Meldungen, wenn keine Rechnung gefunden wird
- Reine PDF-Rechnung ohne Anlage
- „Die PDF-Datei enthält keine eingebettete Datei. Es handelt sich also um eine reine PDF-Rechnung und nicht um eine ZUGFeRD- oder Factur-X-Rechnung. […]“ Eine solche Rechnung ist keine E-Rechnung; fordern Sie beim Rechnungsaussteller die ZUGFeRD-Fassung oder eine XRechnung an.
- Verschlüsselte PDF-Datei
- „Die PDF-Datei ist verschlüsselt oder mit einem Kennwort geschützt. […]“ Verschlüsselte Dateien entschlüsselt das Werkzeug nicht. PDF/A-Dateien dürfen ohnehin nicht verschlüsselt sein.
- Beschädigte PDF-Datei
- „Die PDF-Datei ist beschädigt oder unvollständig und konnte nicht gelesen werden. […]“ Eine mögliche Ursache ist ein abgebrochener Download. Fehlerhafte Querverweise allein führen nicht zu dieser Meldung: Dann sucht das Werkzeug die Objekte direkt in der Datei.
Was dieser ZUGFeRD Validator nicht prüft
- PDF/A-3-Konformität: Schriften, Farbprofile, XMP-Metadaten und der Aufbau der PDF-Datei werden nicht geprüft. Dafür gibt es eigene Prüfprogramme für PDF/A.
- Übereinstimmung von PDF-Ansicht und XML: Das Werkzeug vergleicht den sichtbaren Rechnungstext nicht mit den XML-Daten. Bei Abweichungen gehen nach dem Umsatzsteuer-Anwendungserlass (Abschnitt 14.4 Abs. 3) die Daten des strukturierten Teils vor.
- Regeln der Profile BASIC und EXTENDED: Die Validierungsartefakte, die FeRD mit ZUGFeRD veröffentlicht, sind nicht Teil der KoSIT-Konfiguration und werden hier nicht angewendet.
- Inhalte: Ob Steuersatz, Mengen und Preise zum Geschäftsvorfall passen, prüft das Werkzeug nicht.
Häufige Fragen zur ZUGFeRD-Prüfung
Was prüft ein ZUGFeRD Validator?
Ein ZUGFeRD Validator liest die XML-Datei aus der PDF-Rechnung und prüft sie anhand der Regeln des Formats: XML-Schema, Geschäftsregeln der EN 16931 und gegebenenfalls die Regeln der XRechnung. Dieses Werkzeug nutzt dafür die Prüfkonfiguration der KoSIT und zeigt jede Meldung mit Regel, Schweregrad und Fundstelle.
Ist eine ZUGFeRD-Rechnung eine E-Rechnung?
Ab Version 2.0.1 ja, mit Ausnahme der Profile MINIMUM und BASIC WL. So steht es im Umsatzsteuer-Anwendungserlass (Abschnitt 14.1 Abs. 14) in der Fassung des BMF-Schreibens vom 15.10.2025. Weichen PDF-Ansicht und XML-Daten voneinander ab, gehen nach Abschnitt 14.4 Abs. 3 UStAE die XML-Daten vor.
Was bedeutet „Kein passendes Prüfszenario“?
Die KoSIT-Konfiguration enthält Regelwerke für EN 16931 und XRechnung. Rechnungen in den Profilen MINIMUM, BASIC WL, BASIC oder EXTENDED kann sie keinem Szenario zuordnen. Der KoSIT-Validator empfiehlt dann „Ablehnung“, obwohl er kein Regelwerk angewendet hat. Das sagt nichts über die Richtigkeit der Rechnung aus; wir zeigen deshalb den Hinweis „Kein passendes Prüfszenario“.
Prüft das Werkzeug, ob die PDF-Datei PDF/A-3 erfüllt?
Nein. Geprüft werden nur die eingebetteten Rechnungsdaten. Ob Schriften eingebettet und Farbprofile sowie XMP-Metadaten korrekt sind, prüft das Werkzeug nicht. Das gilt auch für unsere Beispiel-PDF; deren PDF-Hülle ist bewusst einfach gehalten und erfüllt PDF/A-3 nicht.
Wird meine PDF-Datei hochgeladen?
Nein. Die PDF-Datei wird mit JavaScript in Ihrem Browser geöffnet, die XML-Datei im Arbeitsspeicher ausgelesen und dort geprüft. Die Sicherheitsrichtlinie der Seite (connect-src 'none') verbietet Skripten, Daten an einen Server zu senden. Wie Sie das selbst nachprüfen, steht auf der Seite Transparenz.
Kann ich auch eine XRechnung prüfen?
Ja. Dieses Werkzeug nimmt auch XML-Dateien an. Für reine XRechnungen in UBL oder CII gibt es die Startseite mit dem XRechnung Validator; dort finden Sie auch die häufigsten Fehlermeldungen mit Lösung.
Quellen
- Bundesministerium der Finanzen: BMF-Schreiben vom 15.10.2025, „Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnung bei Umsätzen zwischen inländischen Unternehmern ab dem 1. Januar 2025; Anpassung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses“, GZ III C 2 - S 7287-a/00019/007/243, auf bundesfinanzministerium.de; abgerufen am 28.10.2026.
- FeRD und FNFE-MPE: Pressemeldung „Neue ZUGFeRD-Version 2.5 veröffentlicht“ vom 10.06.2026 (ZUGFeRD 2.5 / Factur-X 1.09), ferd-net.de; abgerufen am 28.10.2026.
- KoSIT: Prüfkonfiguration XRechnung, Release v2026-08-31; Prüfszenarien je Profil selbst ermittelt am 28.10.2026.
Zuletzt aktualisiert: 28.10.2026 · Methodik und Lizenzen